Mit dem Projekt „Zeitgeist“ wagte Günter Dworak den Schritt aus dem geschützten Raum des Ateliers direkt in die raue Realität der Industrielandschaft. Die Installation und die damit verbundene Aktion auf der Zentraldeponie Emscherbruch markieren einen markanten Punkt in seinem Schaffen, an dem die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strömungen und der materiellen Hinterlassenschaft unserer Zivilisation physisch greifbar wurde.
An diesem ungewöhnlichen Ort – einem Mahnmal des Konsums und der Entsorgung – verschmolzen Kunstwerk und Umgebung zu einer temporären Einheit. Diese Seite dokumentiert die Entstehung, den Prozess und die tiefgreifende Symbolik dieser besonderen Aktion, die den „Zeitgeist“ nicht nur benannte, sondern ihn an den Rand der Gesellschaft – auf die Halde – trug.
08.11.1991








