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Ausstellungen
SYMPOSION 1994
Stellungnahme von Günter Dworak
Es ist sicherlich nicht üblich, dass ein Maler und Objektmacher sich verbal über seine Arbeiten äußert. Es sollte erlaubt sein, Stellung zu beziehen für sein Tun. Im Ruhrpott geboren, habe ich Industriestandorte - Landschaft -und ihre Menschen im Revier hautnah erleben dürfen. Der Prozess in dieser geschundenen Industrielandschaft hinterließ Spuren, auch bei den hier lebenden Menschen. Sie haben alle sich unsere Anerkennung und Respekt verdient. Der Wille, innovative Wege im Revier zu gehen und Zeichen zu setzen, hat begonnen. Mein Leitmotiv ist Humanität und Kommunikation mit dem anderen. Dieses Gilt vor allem unseren ausländischen Mitbürgern. Keine Rassistischen Vorurteile einzubringen. Nationale sowohl als religiöse Bekenntnisse.
Nicht vermessen sein ist mein Anliegen. Wenn ich sage: "Ich klage an", "ich bin schuldig". Seit 2000 Jahren Hände waschen in Unschuld, Ungerechtigkeit, Diskriminierung, Gewalt sind Alltag. Ich versuche mit meinen Mitteln, Anteilnahme zu wecken am Schicksal der Betroffenen. Kritische Herausforderung und Reflexion wäre gefragt. Menschen sollten gewaltfrei miteinander umgehen. Rassistische Auswüchse zeichnen den Gang der Geschichte bis in die heutige Zeit nach.
Nie vergessen die Verfolgung des jüdischen Volkes, für die der Name "Auschwitz" symbolisch steht. Ich klage gegen die Missstände in unserer Gesellschaft, Arbeitsplatzverlust, Hilflosigkeit der Jugend. Die Lethargie muss angegangen werden mit der nötigen Zivilcourage. Der Weg der Menschen ist bis in unsere Tag Kreuzweg geblieben. Auch unser Leben wird fortwährend durchkreuzt. Sich dem Unbequemen zu stellen ist wünschenswert. Das wäre der Garant für ein Leben in friedlicher Koexistenz.
"Kreuzwegstationen" 1995
Technik: Gouache auf Handbütten
Maße: 95 x 70 cm
Unvollendete Bilder aus dem Jahr 2000
(diese Bilder wurden nur in der Retrospektive 2001 ausgestellt)
Technik: Acryl auf Leinwand
ohne Titel, 125 x 125 cm
Übersicht:
• 1960: Jahresschau. Kunstmuseum Gelsenkirchen (Gruppenausstellung)• 1981: Teilnahme an den 1. Herner Kulturtagen.
• 1983: Teilnahme an den 3. Herner Kulturtagen.
• 1985: Zeitsignale – Hommage an den Bergmann – Ikonographien. Kommunalverband Ruhrgebiet
• 1985: Teilnahme an den 5. Herner Kulturtagen.
• November 1992 bis Januar 1993: "Jahresausstellung 1992". Herner Künstlerinnen und Künstler.
Flottmann-Hallen Herne (Gruppenausstellung)
• Oktober 1987 bis November 1987: Objekte aus Herne (Gruppenausstellung)
• 1988: "Schichtwechsel". Der Bergbau im Spiegel der Bildenden Kunst. Städtisches Museum, Mülheim und
Februar/März 1989 Flottmann-Hallen, Herne (Gruppenausstellung)
• 1996: Neue Arbeiten von Hamfried Brenner und Günter Dworak. Torhaus Rombergpark
• 1997: Raumkonzepte. Haus Opherdicke, Holzwickede
• 1998: Glauben(s)bilder – Bilder(n)glauben. Kommende, Dortmund
• 2001: Künstlerzeche Unser Fritz, Herne (Gruppenausstellung)
• Januar bis März 2001: Günter Dworak Retrospektive. Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede des
Emschertal-Museums Herne
• Juli 2010/März 2011: Sonderausstellung Auf breiten Schultern. 750 Jahre Knappschaft. Deutsches Bergbau-Museum
Bochum. Installation von Günter Dworak „Schachtanlage Hannibal † 1973“





