Ostern 1994: Der große Kunstraub in der Zeche

Ein Akt beispielloser Dreistigkeit

Als Günter Dworak nach den Ostertagen 1994 sein Atelier in der Künstlerzeche betrat, blickte er in eine gähnende Leere. Doch die Täter hatten etwas zurückgelassen. An der Wand prangte in großen Buchstaben ein hämisch hinterlassenes: „Danke“. Ein dokumentierter Beweis für die eiskalte Respektlosigkeit gegenüber dem Lebenswerk eines Künstlers.



Das wahre Ausmaß

 

Der Einbruch über die Osterfeiertage 1994 traf das Schaffen von Günter Dworak im Mark. Es war kein schneller Diebstahl im Vorbeigehen, sondern ein gezielter, großflächiger Raubzug. Die Täter gingen mit einer enormen kriminellen Energie vor und räumten das Atelier systematisch leer.


Neben rund 30 Bildern, Zeichnungen und wertvollen Grafikmappen entwendeten sie gezielt die vier wertvollsten Hauptwerke des Künstlers – darunter ein monumentales Riesenformat von zwei mal drei Metern. Der Abtransport dieser Menge und dieser Bildgrößen aus der Zeche erforderte unbemerktes Arbeiten, ein passendes, großes Transportfahrzeug und exzellente Ortskenntnisse.


Was uns heute geblieben ist, um diesen schmerzhaften Verlust zu dokumentieren, sind die originalen Farbdias aus dem Familienarchiv. Sie sind das Zeugnis der geraubten Hauptwerke:



Das Abendmahl, 1992

Mischtechnik: Acryl, Teer und Blattgold

Ein monumentales Riesenformat (2 x 3 m) von beeindruckender physischer Präsenz. Dieses Werk, das auch das Entree unserer Dokumentation bildet, verschwand in den Ostertagen 1994 für immer aus dem Atelier.

Das Tryptichon:  Täter - Opfer - Täter    

Ebenfalls spurlos verschwunden ist das dreiteilige Hauptwerk des Künstlers, welches sich intensiv mit den Abgründen der menschlichen Historie auseinandersetzte: